03.12.12
That is my Life. That is the Situation.
Vorgestern saß ich neben meiner Mum auf der Couch. Es war fast 22 Uhr Abend. Meine Mum wiederholte zum fünfhunderttrilliardensten mal, dass ich mir mit meiner Sturheit alles kaputt machen würde. Und dann tat ich es. Ich stand auf, ich fühlte mich wie ein Roboter. 'Ich gehe mich dann jetzt aufhängen'. Ich sagte es. Einfach so. Es viel mir so leicht über die Lippen. Ich fühlte mich leer. Ich war leer. Ich bin leer. Meine Mutter stand auf, fasste mich an den Schultern und rüttelte an mir. Ich spürte es kaum, ich war einfach weg. Ich fühlte mich einfach schwer und leer. Ich schlich mich in mein Zimmer, meine Mum lief mir hinterher. 'Zieh dich an, wir fahren in's Krankenhaus. Du brauchst Hillfe. Du kommst in die Psychatrie.' Ich konnte nicht mehr, es brach aus mir heraus. Ich heulte und heulte und heulte. 'Es war nicht so gemeint, keine Sorge! Mach' dir keine Gedanken.' Dabei hatte ich es so gemeint. Früher oder später würde der Zeitpunkt kommen, an dem klein Mila nicht mehr stark genug ist. Und dann wird sie zerbrechen, sie wird fallen. Und Niemand wird da sein, um sie aufzufangen. Mich überkam das schlechte Gewissen. Wieso hatte ich das gesagt, meine Depressionen und mein schlechte Laune wieder an meiner Mum ausgelassen? Wie konnte ich ihr das nur antuen? Wie fies, scheiße und böse musste man sein, um so etwas seiner Mutter anzutuen? Ich hatte sie mir als verletzt. Ich glaube, ich habe sie zerstört. Wir konnte ich vergessen, dass ihr eigener Vater sich, als sie zwölf Jahre alt war, mit dem Seil das Leben genommen hat? Wie konnte ich vergessen, dass Sie es war, die ihren Vater in dieser Lage vorfand? Wie konnte ich nur vergessen, dass sie ihren geliebten Vater verloren hatte? Ihre Familie? Ihr Leben? Wie konnte man so fies sein, wie ich? Ich dachte an ein paar Tage zuvor zurück. Ich hatte mal wieder Streit entfacht. Meine Mutter lief wütend, brüllend und leicht weinend in die Küche und ich saß mit meinem Vater im Wohnzimmer. 'Sie nimmt sich gleich das Leben.' Ich dachte, ich höre nicht richtig, doch das war, was er sagte! 'Warum?' und er antwortete 'das weißt DU ganz genau'. Er hatte gesagt, dass ich meine Mutter dazu bringen würde, sich umzubringen. Ich rannte heulend aus dem Haus. Es war dunkel, aber ich konnte nicht mehr. Es ging nicht mehr. Ich erinnerte mich an die Tage, wo ich noch glücklich war. Wo ich wenigstens dachte, glücklichen gewesen zu sein. Was würde ich jetzt für einen dieser Tage geben?
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